10. November 2025
Lebenswelten in Ost und West. Durch Anerkennung zum gegenseitigen Verständnis
Und schließlich gestalteten die Gemeinde und das Projekt die Abschlussveranstaltung in Gommern. Zum feierlichen Abschluss der Interkulturellen Woche im Jerichower Land luden die Stadt Gommern sowie die evangelische und katholische Kirche am Sonntag, den 28. September zu einer vielseitigen Veranstaltung rund um das Thema „Frauenidentitäten in Ost und West“ ein. Den Auftakt bildete ein kurzer Impuls in der Trinitatiskirche Gommern. Im Anschluss begrüßte Bürgermeister Jens Hünerbein die etwa 50 Teilnehmenden.
Daran anschließend eröffnete Susanne Brandes die Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit dem Titel „Frauen im geteilten Deutschland“. Die Ausstellung beleuchtet gegenseitige Zuschreibungen, Lebensrealitäten, Rollenbilder sowie Erziehungs- und Partnerschaftsideale in Ost und West auf 20 Tafeln mit Fotografien und QR-Codes zu Videointerviews und weiterführendem audiovisuellen Material.
Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete eine Lesung mit der Journalistin und Autorin Valerie Schönian aus ihrem Buch „Ostbewusstsein. Warum Nachwendekinder für den Osten streiten und was das für die Deutsche Einheit bedeutet“. Schönian, geboren 1990 in Stendal und aufgewachsen in Magdeburg, reflektierte darin die ostdeutsche Identität, die DDR-Vergangenheit und die Herausforderungen der Wiedervereinigung. Gemeinsam mit zwei Zeitzeuginnen und den Teilnehmenden wurden die Folge dieser Herausforderungen für die Gegenwart im Jerichower Land diskutiert.