17. September 2015

Sonntag, 22. Juni 2014, 10 Uhr

Hintergrundgespäch „Rechtsextremistische Tendenzen in christlichen Millieus“

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeiten und Ungleichwertigkeitsvorstellungen finden sich, so die Ergebinsse verschiedener quantitativer Studien der letzten Jahre, in allen gesellschaftlichen Milieus, auch unter Christinnen und Christen. Manche Frömmigkeitsstile scheinen voruteilige Einstellungsmuster sogar zu fördern.

Zu dem lässt sich ein bewusstes Zugehen rechter politischer Gruppierungen auf Christ_innen konstatieren mit dem Ziel, neue Personenkreise und Milieus für die eigenen politischen Positionen zu interessieren und sich selbst den Anschein politischer Mittigkeit zu verleihen. Bestimmte christliche Milieus erweisen sich solchen politischen Annäherungsversuchen gegenüber als ausgesprochen aufgeschlossen und zur Zusammenarbeit bereit.

Diese Beobachtungen fordern Theologie und Kirche zu selbstkritischer Reflexion ihres theologischen Sprechens und pastoralen Handelns heraus. Es bedarf zunächst der Information über Medien und Strategien einer sich intellektuell und bürgerlich gebenden “Neuen Rechten”, sodann einer Analyse der Frömmigkeitsstile sich christlich verstehender, politisch rechts agierender Gruppierungen, um daraus für kurzfristige Interventionen und langfristiges pastorales Handeln zu gewinnen. (Sonja Angelika Strube, Referentin des Hintergrundgesprächs)