27. Juni 2016

Erfolgreicher Abschluss der Seminarreihe „Interkulturelle Kompetenz für Schulsozialarbeiter_innen“ am 07.06.2016

Am 07.06.2016 endete die 6-tägige Fortbildungsreihe „Interkulturelle Kompetenz für Schulsozialarbeiter_innen“ des KEB-Projektes „Respekt für Religion – Gemeinsam für kulturelle und religiöse Vielfalt in Sachsen-Anhalt“.

An der Seminarreihe nahmen 12 Schulsozialarbeiter_innen aller Schultypen aus ganz Sachsen-Anhalt statt. In drei Modulen mit je 2 Tagen (im Februar, April und Juni im Roncalli-Haus) wurden unter der Seminarleitung von Cathrin Kubrat und Mathias Kühne u.a. folgende Schwerpunkte bearbeitet:

  • Auseinandersetzung mit dem Kulturbegriff, Eigenkulturreflexion, Begriffsklärung „Interkulturelle Kompetenz“
  • Analyse von Interkulturellen Begegnungen im (beruflichen) Alltag bezüglich Herausforderungen, Reflexion eigener Haltungen, Vorbehalte und Ängste
  • Reflexion von Situationen des Berufsalltages mit Fallbesprechungen
  • Entstehung und Funktionen von Vorurteilen, Stereotypen und Klischees, Auseinandersetzung mit eigenen Vorurteilen
  • Durchführung und Reflexion erfahrungsbezogener kultursensibler Methoden für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
  • Gelingende Willkommenspraxis in der Schule – Herausforderungen und Chancen
  • Auseinandersetzung mit der persönlichen Migrationsgeschichte
  • „Was ich als Schulsozialarbeiter_in über den Islam wissen muss – Grundlagen des Islam und die Praxis in Deutschland“ (Gastreferent: Georg Halfter)
  • Reflexion der Fortbildungsreihe und Übertrag in die Praxis

Die vielfältigen mündlichen und schriftlichen Rückmeldungen im Rahmen der internen Evaluation zur Fortbildung zeigten auf, dass die Seminarreihe für alle Teilnehmer_innen erfolgreich war. Neben einer hohen Zufriedenheit zu den fachlichen Impulsen, betonten die teilnehmenden Schulsozialarbeiter_innen vor allem die entstandene gute vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre, die einen offenen Austausch zu den unterschiedlichsten Fragestellungen ermöglichte. Ebenso wurde besonders herausgestellt, dass das notwendige Lern-Tempo der Gruppe und die unterschiedlichsten Erfahrungen vom Leitungsteam aufgenommen und berücksichtigt wurden und somit der personen- und prozessorientierte Arbeitsansatz des Projektes jederzeit spürbar war. Besonders dankbar nahmen die teilnehmenden Schulsozialarbeiter_innen die Möglichkeit des Ausprobierens und vor allem Reflektierens von Methoden zum interkulturellen Lernen an, welche durch ein umfangreiches Handout ergänzt wurde. Eine Teilnehmerin bedankte sich für die Auswahl der Methoden, die vom Materialaufwand „fast nichts kosten“.

Das Projekt „Respekt für Religion“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ und aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.