7. November 2016

Erfolgreiche Fachtagung „Genderblick auf Kinder und Jugendliche mit Migrationserfahrungen“ am 20.09.2016

Unter dem Titel „Genderblick auf Kinder und Jugendliche mit Migrationserfahrungen“ fand am 20. September 2016, dem Weltkindertag, die Fachveranstaltung des Projektes „Respekt für Religion – Gemeinsam für kulturelle und religiöse Vielfalt in Sachsen-Anhalt“ von der Katholischen Erwachsenenbildung und dem Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt (KgKJH) statt.

Über 80 Teilnehmer_innen aus ganz Sachsen-Anhalt nahmen an der Fachtagung im Roncalli-Haus in Magdeburg teil. Es ging den Veranstalter_innen darum, sich intensiv mit gesellschaftlichen Zuschreibungen an Kinder und Jugendliche mit Migrationserfahrungen auseinanderzusetzen. Handlungsstrategien, wie pädagogische Fachkräfte unter geschlechtssensibler Perspektive eine Integration und Partizipation gewährleisten können, sollten erarbeitet werden. Im Mittelpunkt standen der Austausch über die bisherigen Erfahrungen, die Vorstellung gelungener Praxisbeispiele, Erkennen und Angehen von Herausforderungen sowie die Planung möglicher notwendiger Aktivitäten.

Mit einer Statement-Runde eröffneten die Staatssekretärin des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt, Susi Möbbeck, der Geschäftsführer der KEB Ludger Nagel sowie Judith Linde-Kleiner vom Vorstand des KgKJH die Veranstaltung. Anschließend folgte der dialogische Vortrag: „Das Leben der Anderen – Mädchen- und jungenbezogene Lebenswelten aus Migrationsperspektiven” von Dr. Claudia Wallner und Olaf Jantz.

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Statement-Runde: Judith-Linde Kleiner, Ludger Nagel, Ute Wanzek (Moderation), Susi Möbbeck

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Übergabe des Expert_innen-Readers an Susi Möbbeck durch Mathias Kühne (KEB)

Die Teilnehmer_innen waren in vier verschiedenen Dialogforen eingeladen, sich über eigene Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Praxis auszutauschen und neue Netzwerke zu knüpfen. Thematisch waren die Dialogforen in Kindertagesstätten, Schulsozialarbeiter_innen, offene und stationäre Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und Streetwork sowie Hilfen zur Erziehung eingeteilt. Impulsgeber_innen aus den jeweiligen Arbeitsfeldern begleiteten diese inhaltlich.

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Dialogforum: Kinder- und Jugendeinrichtungen, Offene Tür, Streetwork

Die Teilnehmer_innen gaben in der abschließenden anonymen Auswertung eine sehr große Zufriedenheit an. Sie machten deutlich, dass eine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema zukünftig wichtig und fortlaufender Fachaustausch gewünscht ist. Auch politische und gesellschaftliche Entscheidungsträger_innen sowie Lehrkräfte sollten sich diesem Thema perspektivisch weiterhin stellen und hierbei gestärkt werden.

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Anonyme Rückmelderunde

Das Projekt „Respekt für Religion“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ und aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.